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Was gehört in ein gutes Website-Briefing? Die Checkliste für ein reibungsloses Projekt

Ein gutes Briefing ist der größte Hebel für ein schnelles, günstiges und stressfreies Webprojekt. Die meisten Verzögerungen und Mehrkosten entstehen nicht beim Programmieren, sondern davor: weil unklar war, was eigentlich gebaut werden soll. Je präziser du beschreibst, was du willst, desto weniger Korrekturschleifen brauchst du – und Korrekturschleifen sind genau das, was ein Festpreisprojekt teuer oder ein Stundenprojekt unkalkulierbar macht.

Wir bauen seit Jahren Webseiten und Tools für KMU und Startups und betreiben parallel sieben eigene Marken in Produktion. Aus beiden Perspektiven – als Dienstleister und als eigener Auftraggeber – wissen wir: Ein klares Briefing spart auf beiden Seiten Zeit und Geld. Hier ist die Checkliste, die wir uns selbst wünschen.

1. Ziel und Zweck der Website

Das Wichtigste zuerst: Was soll die Seite konkret erreichen? "Schön aussehen" ist kein Ziel. Sinnvolle Ziele sind zum Beispiel:

Nenne wenn möglich eine grobe Priorität. Eine Seite, die primär Anfragen bringen soll, sieht anders aus als ein reiner Image-Auftritt. Wenn du das Ziel klar benennst, können wir alles andere darauf ausrichten.

2. Zielgruppe und Tonalität

Wer landet auf der Seite? Ein technischer Einkäufer, eine Privatperson, ein Gründer? Beschreibe deine typischen Kunden in ein bis zwei Sätzen. Dazu gehört auch die Ansprache: Duzen oder Siezen, sachlich oder locker, Fachsprache oder einfache Worte. Das beeinflusst Texte, Design und sogar die Seitenstruktur.

3. Seitenstruktur und Inhalte

Liste die Seiten auf, die du dir vorstellst – zum Beispiel Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt. Schon eine grobe Liste hilft enorm bei der Aufwandsschätzung. Und sei ehrlich beim Thema Inhalte:

Fehlende Inhalte sind der häufigste Grund, warum Projekte stillstehen. Wenn die Texte drei Wochen auf sich warten lassen, steht die Seite drei Wochen still – egal wie schnell die Entwicklung ist.

4. Beispiele und Geschmack

Worte sind beim Design ungenau. Schick uns lieber drei bis fünf Webseiten, die dir gefallen – gerne auch von Wettbewerbern oder aus ganz anderen Branchen – und ein, zwei, die du bewusst nicht magst. Schreib kurz dazu, was dir jeweils gefällt: das Farbschema, die Klarheit, die Bildsprache. Das spart mehr Designschleifen als jede Adjektiv-Liste.

5. Funktionen und Technik

Hier trennt sich ein einfacher Auftritt von einem aufwendigen. Brauchst du nur Standardseiten, oder auch:

Jede echte Funktion verschiebt das Projekt in eine andere Größenordnung. Ein One-Pager liegt bei uns bei 2.000–3.000 EUR, eine mehrseitige Seite mit CMS bei 4.500–8.000 EUR, und sobald individuelle Funktionen oder ein SaaS-Build dazukommen, wird es entsprechend mehr. Wenn du diese Punkte vorab klärst, bekommst du sofort einen realistischen Festpreis statt einer vagen Spanne.

6. Budget und Zeitrahmen

Viele scheuen sich, ein Budget zu nennen – das ist ein Fehler. Eine grobe Hausnummer hilft uns, dir die passende Lösung vorzuschlagen, statt am Bedarf vorbeizuplanen. Genauso wichtig: Gibt es einen festen Termin, etwa eine Messe oder ein Produkt-Launch? Wenn ja, nenn ihn früh.

Was NICHT ins Briefing muss

Du musst kein 20-seitiges Lastenheft schreiben und keine technischen Begriffe lernen. Du musst nicht wissen, welches CMS oder welcher Server am besten ist – das ist unser Job. Auch perfekt formulierte Texte sind nicht nötig; Stichpunkte reichen oft, und Texten können wir übernehmen. Lass dich von der Checkliste nicht einschüchtern: Lieber ein ehrliches, kurzes Briefing mit klaren Zielen als ein aufgeblähtes Dokument, das die eigentliche Frage – was die Seite leisten soll – nicht beantwortet.

Die Kurzfassung

Ein gutes Briefing beantwortet vier Fragen: Was soll die Seite erreichen, für wen, mit welchen Inhalten und mit welchen Funktionen? Wenn du dazu noch zwei, drei Beispielseiten und eine grobe Budget- und Terminvorstellung lieferst, ist die Vorbereitung erledigt. Genau diese Klarheit ist der Unterschied zwischen einem Projekt, das sich monatelang zieht, und einem, das planbar zum Festpreis läuft.

Brauchst du selbst eine Website, ein Tool oder eine SaaS?

Wir bauen sie zum Festpreis - vom Team, das sieben eigene Marken live betreibt. Klarer Scope, klarer Preis, klarer Zeitrahmen.

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Wettbewerber sinnvoll einbeziehen, ohne zu kopieren

Ein Blick auf Wettbewerber gehoert in ein gutes Briefing, wird aber oft missverstanden. Es geht nicht darum, eine bestehende Seite zu kopieren, sondern zu verstehen, was in deiner Branche bereits gut funktioniert und wo du dich bewusst abheben willst. Nenne uns zwei, drei Seiten aus deinem Umfeld und beschreibe kurz, was dir daran gefaellt oder fehlt.

Besonders hilfreich ist es, wenn du sagst, wobei ein Wettbewerber aus deiner Sicht schwaechelt, etwa eine unklare Navigation oder fehlende Informationen zu Preisen. Genau an diesen Stellen kannst du dich mit deiner eigenen Seite absetzen, ohne dafuer viel zusaetzliches Budget zu brauchen.

Vermeide dabei den Reflex, moeglichst alle Funktionen der groessten Wettbewerber uebernehmen zu wollen. Ein kleines Unternehmen braucht selten dieselbe Komplexität wie ein grosser Marktbegleiter. Wichtiger ist, dass deine Seite zu deiner tatsaechlichen Groesse und deinen Ressourcen passt und diese klar kommuniziert.

Wer im Projekt welche Entscheidungen trifft

Gerade wenn mehrere Personen im Unternehmen am Projekt beteiligt sind, lohnt sich eine kurze Klaerung vorab: Wer entscheidet am Ende ueber Design, Texte und Freigabe? Ohne diese Klarheit passiert es leicht, dass eine bereits abgestimmte Version spaeter von einer anderen Person nochmal komplett infrage gestellt wird.

Ein einziger Ansprechpartner, der Feedback aus dem Team buendelt und uns gesammelt zurueckmeldet, beschleunigt ein Projekt spuerbar. Widerspruechliches Feedback aus mehreren Quellen gleichzeitig fuehrt dagegen zu Verzoegerungen, weil unklar bleibt, welche Meinung am Ende zaehlt.

Nenne im Briefing daher kurz, wer intern final entscheidet und wer nur beratend Input gibt. Das wirkt am Anfang wie eine Nebensache, spart im spaeteren Projektverlauf aber haeufig mehrere Tage, die sonst mit internen Abstimmungsschleifen verloren gehen wuerden.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich vor dem Briefing schon alle Texte fertig haben?

Nein, Stichpunkte zu den wichtigsten Inhalten reichen fuer den Start. Fertige Texte koennen waehrend des Projekts nachgeliefert werden, sollten aber nicht zu lange auf sich warten lassen.

Was, wenn ich noch kein klares Design im Kopf habe?

Das ist normal und kein Problem. Drei bis fuenf Beispielseiten, die dir gefallen, reichen als Ausgangspunkt vollkommen aus, um eine passende Richtung zu entwickeln.

Wie detailliert muss die Seitenstruktur im Briefing sein?

Eine grobe Liste der gewuenschten Seiten reicht aus. Die genaue Unterstruktur und Verlinkung wird gemeinsam in der Konzeptphase festgelegt, das muss nicht schon im Briefing feststehen.

Kann sich das Briefing während des Projekts noch ändern?

Kleinere Anpassungen sind normal und werden im Projektverlauf besprochen. Grundlegende Aenderungen am Ziel oder Umfang wirken sich dagegen meist auf Zeitrahmen und Preis aus.

Wie lang sollte ein Briefing sein?

Es gibt keine feste Laenge. Wichtiger als der Umfang ist, dass die zentralen Fragen zu Ziel, Zielgruppe, Inhalten und Funktionen ehrlich beantwortet sind, auch wenn das nur eine Seite braucht.

Was tun, wenn ich mir bei Funktionen und Technik unsicher bin?

Beschreibe einfach, was du erreichen willst, zum Beispiel Terminbuchung oder Mitgliederbereich. Welche technische Loesung dahinter passt, klaeren wir gemeinsam, das musst du nicht selbst vorab wissen.

Reicht ein mündliches Briefing per Telefon aus?

Ein Gespraech ist ein guter Start, sollte aber schriftlich zusammengefasst werden. So haben beide Seiten dieselbe Grundlage und koennen spaeter darauf zurueckgreifen, falls Fragen auftauchen.