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Keyword-Recherche für Einsteiger: So findest du, wonach Kunden suchen

Bevor du Texte für deine Webseite schreibst, solltest du wissen, welche Worte deine Kunden tatsächlich bei Google eintippen. Genau das ist Keyword-Recherche: Du findest heraus, mit welchen Suchanfragen Menschen nach dem suchen, was du anbietest. Klingt simpel, wird aber oft falsch gemacht – meist, weil man von sich selbst auf den Kunden schließt. Du nennst dein Angebot vielleicht barrierefreie Webentwicklung, der Kunde sucht aber nach Webseite barrierefrei machen Kosten. Dieser Unterschied entscheidet, ob du gefunden wirst.

Warum Keyword-Recherche überhaupt wichtig ist

Die beste Seite nützt nichts, wenn niemand nach den Begriffen sucht, mit denen du sie gefüllt hast. Keyword-Recherche sorgt für drei Dinge:

Wir merken das bei unseren eigenen Marken jeden Tag: Wir betreiben sieben eigene Projekte live in Produktion, vom Barrierefreiheits-Scanner bis zum Kosmetik-Produktportal mit über 177.000 Produkten. Was dort an Suchbegriffen funktioniert, weicht regelmäßig von dem ab, was wir am Anfang vermutet hätten.

Schritt 1: Sammle Begriffe aus dem Kopf deiner Kunden

Starte ohne Tool. Schreib auf, mit welchen Worten ein Kunde sein Problem beschreiben würde – nicht, wie du es als Fachperson benennst. Hilfreiche Quellen dafür:

So bekommst du eine erste Liste von Themen. Diese Liste ist deine Ausgangsbasis – noch grob, aber nah am echten Sprachgebrauch.

Schritt 2: Erweitere mit kostenlosen Werkzeugen

Du brauchst kein teures Abo, um anzufangen. Diese Quellen sind kostenlos und liefern viel:

Für den Einstieg reicht das völlig. Bezahl-Tools wie Ahrefs oder Sistrix liefern genauere Suchvolumen, sind aber erst sinnvoll, wenn du regelmäßig und systematisch arbeitest. Wenn du nur ein paar Seiten optimieren willst, brauchst du sie ehrlich gesagt nicht.

Schritt 3: Verstehe die Suchintention

Das ist der Schritt, den die meisten Einsteiger überspringen – und der am meisten bringt. Hinter jeder Suche steckt eine Absicht. Grob gibt es drei Typen:

Die einfachste Methode, die Intention zu prüfen: Gib das Keyword bei Google ein und schau dir die ersten Treffer an. Sind das Ratgeber, Shops oder Anbieterseiten? Google zeigt dir damit, was Nutzer erwarten. Schreibe genau für diese Erwartung – sonst rankst du nicht, egal wie gut dein Text ist.

Schritt 4: Setze auf Long-Tail-Begriffe

Kurze Begriffe wie Webseite sind hart umkämpft und ungenau. Längere Suchanfragen mit drei bis fünf Wörtern – sogenannte Long-Tail-Keywords – haben weniger Suchvolumen, aber deutlich mehr Erfolgsaussicht und konkretere Absicht. Webseite für Handwerksbetrieb erstellen lassen bringt dir weniger, aber dafür passendere Besucher als Webseite. Gerade als Einsteiger oder kleineres Unternehmen ist der Long-Tail dein bester Hebel, weil du dort gegen weniger große Anbieter antrittst.

Schritt 5: Ordne und priorisiere

Pack deine gesammelten Begriffe in eine einfache Tabelle und bewerte jeden nach drei Kriterien: Wird danach überhaupt gesucht? Passt er zu deinem Angebot? Wie stark ist die Konkurrenz? Fang mit den Begriffen an, die gut zu dir passen und realistisch erreichbar sind – nicht mit den größten. Pro Seite konzentrierst du dich auf ein Hauptkeyword plus ein paar verwandte Begriffe. Zwei Seiten zum selben Keyword machen sich gegenseitig Konkurrenz, das willst du vermeiden.

Häufige Anfängerfehler

Keyword-Recherche ist kein Hexenwerk und kostet anfangs nichts außer Zeit. Wer ehrlich aus Kundensicht denkt, die Intention prüft und auf konkrete Long-Tail-Begriffe setzt, hat den größten Teil schon richtig gemacht.

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Wettbewerbsanalyse: was die Konkurrenz verrät

Neben der eigenen Kundensprache lohnt ein Blick darauf, wie ähnliche Anbieter ihre Seiten aufbauen. Schau dir für deine wichtigsten Suchbegriffe an, welche Wettbewerber bereits gut platziert sind, und lies deren Seiten aufmerksam. Nicht um sie zu kopieren, sondern um zu verstehen, welche Fragen dort beantwortet werden und welche Begriffe im Text auftauchen.

Achte besonders auf Begriffe, die in mehreren Wettbewerber-Seiten wiederkehren, aber in deinem eigenen Text bisher fehlen. Das sind häufig Synonyme oder verwandte Formulierungen, an die man beim eigenen Schreiben nicht automatisch denkt, die Suchende aber ebenfalls verwenden.

Genauso aufschlussreich ist, welche Fragen auf Konkurrenzseiten unbeantwortet bleiben. Eine Lücke, die du mit einem eigenen, konkreten Abschnitt schließt, kann ein größerer Hebel sein als ein zusätzliches Keyword, weil sie echten Mehrwert liefert, den Suchende sonst nicht finden.

Suchbegriffe den passenden Seiten zuordnen

Eine gesammelte Liste an Begriffen bringt wenig, solange sie nicht bestimmten Seiten zugeordnet ist. Gruppiere ähnliche Suchanfragen zu Themenclustern und überlege für jedes Cluster, ob es eine bestehende Seite auf deiner Webseite gibt, die dazu passt, oder ob eine neue Seite sinnvoll ist.

Vermeide dabei, denselben Begriff auf mehrere Seiten gleichzeitig zu verteilen. Das führt dazu, dass beide Seiten intern und in der Suche gegeneinander konkurrieren, statt sich zu ergänzen. Lege stattdessen für jedes Cluster eine klar zuständige Hauptseite fest.

Für Themen, die eng zusammenhängen, aber unterschiedliche Suchintentionen bedienen, lohnen sich separate Seiten mit interner Verlinkung zueinander. So findet jede Suchintention eine passgenaue Antwort, ohne dass eine einzelne Seite mit zu vielen unterschiedlichen Themen überfrachtet wird.

Wie sich eine Keyword-Liste über Zeit weiterentwickelt

Keyword-Recherche ist keine einmalige Übung, sondern ein Prozess, der mit deinem Geschäft mitwächst. Neue Produkte, veränderte Kundenfragen oder saisonale Themen bringen laufend neue Begriffe hervor, die in der ursprünglichen Liste noch fehlten.

Ein einfacher Weg, das zu verfolgen: Notiere dir Suchbegriffe, die Kunden dir tatsächlich in E-Mails, am Telefon oder im Verkaufsgespräch nennen. Diese Formulierungen sind oft treffender als alles, was ein Tool vorschlägt, weil sie direkt aus echten Anfragen stammen.

Wirf außerdem in regelmäßigen Abständen einen Blick darauf, mit welchen Begriffen Besucher tatsächlich auf deiner Seite landen, sofern dir diese Daten zur Verfügung stehen. Abweichungen zwischen erwarteten und tatsächlichen Suchbegriffen zeigen dir, wo deine Annahmen über die Kundensprache noch nicht ganz stimmen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Keywords sollte eine einzelne Seite abdecken?

Am sinnvollsten ist ein Hauptkeyword pro Seite, ergänzt um einige eng verwandte Begriffe. Zu viele unterschiedliche Themen auf einer Seite verwässern die Aussage und erschweren es Google, die Seite eindeutig einzuordnen.

Brauche ich für Keyword-Recherche unbedingt ein kostenpflichtiges Tool?

Nein, für den Einstieg reichen kostenlose Quellen wie die Google-Autovervollständigung, die verwandten Fragen und Gespräche mit bestehenden Kunden völlig aus.

Wie erkenne ich die Suchintention hinter einem Keyword?

Gib den Begriff selbst bei Google ein und schau dir die ersten Ergebnisse an: Zeigen sie Ratgeber, Shops oder Anbieterseiten, weißt du, welche Art von Inhalt Google für passend hält.

Was ist ein Long-Tail-Keyword?

Ein Long-Tail-Keyword ist eine längere, meist drei bis fünf Wörter umfassende Suchanfrage mit geringerem Suchvolumen, aber klarerer Absicht und in der Regel weniger Konkurrenz als ein kurzer, generischer Begriff.

Wie oft sollte ich meine Keyword-Liste aktualisieren?

Eine feste Regel gibt es nicht, aber es lohnt sich, die Liste immer dann zu überprüfen, wenn sich dein Angebot ändert oder du merkst, dass Kunden neue Formulierungen verwenden.

Sollte ich für jede Sprache eine eigene Keyword-Recherche machen?

Ja, Übersetzungen treffen selten die tatsächliche Suchsprache. Muttersprachliche Begriffe und Formulierungen unterscheiden sich oft deutlich von einer wörtlichen Übersetzung des deutschen Keywords.

Wie gehe ich vor, wenn zwei Keywords sehr ähnlich klingen?

Prüfe die Suchergebnisse für beide Begriffe: Zeigen sie dieselben Seiten, kannst du beide auf einer Seite bedienen; unterscheiden sie sich deutlich, stecken vermutlich zwei unterschiedliche Suchintentionen dahinter.